Welttag der Frauen: „Mut-Macherin –
Frauen stärken. Hoffnung schenken.“
Frauen stärken. Hoffnung schenken.“
Trotz aller Bemühungen für Frauenrechte und für eine Gleichberechtigung der Geschlechter werden viele Frauen in Lateinamerika benachteiligt, ausgebeutet, misshandelt oder ermordet. Zum Weltfrauentag am 8. März startet Adveniat seine Jahreskampagne, die in diesem Jahr unter dem Motto „Mut-Macherin – Frauen stärken. Hoffnung schenken“ steht.

Zum Welttag der Frauen startet Adveniat seine Jahreskampagne „Mut-Macherin – Frauen stärken. Hoffnung schenken.“ Foto: Adveniat/Florian Kopp
Schauspielerin und Adveniat-Botschafterin Friederike Becht besuchte eines der Frauenprojekte im Viertel Papico am Rande der peruanischen Stadt Callao. Sie zeigte sich beeindruckt von den Frauen, die sich selbstorganisiert in der Asociación (Vereinigung) Papico zusammengeschlossen haben, nachdem 2022 ein Ölleck die Küste vergiftet, und ihren Familien, die vom Fischfang lebten, damit die Lebensgrundlage entzogen hatte. „Die Frauen unterstützen sich darin, sich weiterzubilden, sich gegenseitig zu stärken und mutig ihr Leben und das ihrer Familien selbst in die Hand zu nehmen“, erläutert Friederike Becht, Adveniat-Botschafterin. „Das ist nachhaltige Hilfe und keine einmalige Spende, die verpufft“, ist die Schauspielerin überzeugt.
Adveniat fördert unter anderem Ausbildungskurse, die den Frauen von Papico und damit auch ihren Familien ein eigenes Einkommen unabhängig vom Fischfang ermöglichen. Die Ausbildungskurse reichen von Catering und Eventgestaltung über Elektrik, Haustechnik und Siebdruck bis hin zu Erste-Hilfe und Ersteinführung als Arzthelferin. „Die Frauen unterstützen sich gegenseitig, sei es finanziell oder in der Ausbildung – und das, obwohl sie so wenig haben. Dieses Miteinander können wir uns in Deutschland zum Vorbild nehmen“, so Friederike Becht.

Die Bochumer Schauspielerin Friederike Becht schaut Susana Raquel Guiller Alegría von der Asociación Papico beim Nähen über die Schulter. Foto: Adveniat/Martin Steffen
Netzwerke der Solidarität von Frauen für Frauen
Lateinamerika gehört zu den Weltregionen mit der höchsten Zahl an Femiziden: Pro Tag sterben elf Frauen in Lateinamerika allein aufgrund ihres Geschlechts. Um Ausgrenzung, Gewalt und Mord zu begegnen, denen Frauen alltäglich ausgesetzt sind, unterstützt Adveniat Mut-Macherinnen, die Frauen in Lateinamerika stärken und ihnen Hoffnung schenken.
Mit den Partnerinnen vor Ort schafft Adveniat Netzwerke der Solidarität, damit Frauen ihre Rechte einfordern und selbstbestimmt Perspektiven für sich und ihre Familien entwickeln können. In Frauenhäusern finden Mütter mit ihren Kindern Schutz. Psychologische und rechtliche Beratungsstellen unterstützen sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Ausbildungen und Berufsvorbereitungen ermöglichen Frauen, ihr eigenes Geld zu verdienen.
Hilfe für Frauen mit Trauma-Erfahrung
In Honduras ermöglicht ein von Adveniat finanziertes Projekt misshandelten Frauen, sich ein neues Leben aufzubauen. Neben den berufsbildenden Kursen in Bereichen wie Kosmetik, Bäckerei oder Schneiderei geht es vor allem auch um psychologische Trauma-Aufarbeitung und Fortbildung in Frauenrechten und politischer Teilhabe. „Die Frauen müssen erst psychisch heilen, bevor sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen und ihr Potenzial entfalten können“, erläutert Projektleiterin Schwester Marta Iris López Castillo.

Weil die Frauen erst psychisch heilen müssen, bietet Schwester Marta Iris neben berufsbildenden auch Kurse in Trauma-Aufarbeitung für Frauen an. Foto: Adveniat/Florian Kopp
299 Frauen konnte durch das Projekt in den vergangenen Jahren geholfen werden. Auch sie werden häufig zu Mentorinnen, die ihre Erfahrungen weitergeben und andere anleiten. „So schaffen wir ein großes Netzwerk der Frauen-Solidarität“, erklärt Schwester Marta Iris. „Denn eine Frau, der geholfen wird, hilft anderen.“ Für die ausgebildete Therapeutin steht fest: „Gäbe es so etwas in allen Regionen, wäre Honduras für Frauen ein besseres Land.“
Adveniat-Mutmacherinnen
Diese starken Frauen aus Lateinamerika machen anderen Frauen Mut!




