Panama:
Menschen eine Chance geben

Gegen alle Widerstände genau da helfen, wo Hilfe nötig ist. Als Padre Marco Tulio Gómez ein Kind war, tobte in seiner Heimat Guatemala ein grausamer Bürgerkrieg. Vier Mitglieder seiner Familie wurden entführt und gefoltert, der Pfarrer seines Dorfes ermordet. Geprägt von dieser leidvollen Erfahrung, widmet Padre Marco sein Leben Menschen, die bis heute in Lateinamerika vor Unrecht, Elend und Gewalt fliehen. In die Fremde und in eine ungewisse Zukunft.

Not lindern und neuen Lebensmut schenken

Im Zeichen der Hilfsorganisation Fe y Alegría versorgen er und sein Team Schutzsuchende mit Nahrung und Kleidung. In zwei Migrantenhäusern finden Menschen, die nicht weiter können, Beistand, ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit, selbst bei der Hilfe für Menschen auf der Flucht mitzuarbeiten.

Getragen wird diese Arbeit von der Überzeugung, dass Gottes Liebe und Güte für alle Menschen spürbar sein soll – ganz gleich welcher Herkunft.

Mit „Cash for work“ Menschen in Lohn und Brot bringen

Während draußen Grundnahrungsmittel für die Nothilfe ausgeladen werden, wischt Soimy Rodriguez den Flur in der Unterkunft. Die ehemalige Verkäuferin aus Maracaibo sagt: „Ich bin dankbar für die Arbeit. Fe y Alegría ist für mich eine zweite Familie.“ Wie viele andere, die hier mithelfen, ist Soimy aus purer Not nach Panama gekommen. Das von Adveniat finanzierte Programm „Cash for Work“ sorgt dafür, dass sie hier im Migrantenheim ein kleines, aber sicheres Einkommen hat. Selbst mitarbeiten heißt auch gebraucht werden „Wir geben keine Almosen, sondern schließen mit den Menschen einen Arbeitsvertrag“, erklärt Padre Marco.

„Sie haben hier kein Recht auf legale Arbeit und werden von Geschäftemachern skrupellos ausgebeutet.“ Das Cash-for-Work-Programm nützt auch Fe y Alegria, das gerade in Zeiten humanitärer Krisen immer wieder Helferinnen und Helfer benötigt, um das Leid der Menschen zu lindern. Innerhalb eines Jahres haben bereits 125 Personen daran teilgenommen.

Ihre Spende ist dazu ein unersetzlicher Beitrag!

„Die Behörden legen uns Steine in den Weg. Wir können aber nicht einfach wegschauen. Es ist unsere christliche Pflicht, den Menschen zu helfen!“

Padre Marco Tulio Gómez, Fe y Alegría

Die Überlebenden mit Nahrung und Kleidung versorgen

Noch sieht man die Angst in Jairo Cardosos Augen. Mit seiner Freundin Marjonny Rivero hat er in einem 5-tägigen Gewaltmarsch den Darién-Dschungel durchquert. Ein feuchtheißes Dickicht von Sümpfen, reißenden Flüssen und steinigen Hügelketten, in dem Jahr für Jahr unzählige Menschen zu Tode kommen. „Wir wären fast vor Hunger und Schwäche gestorben“, berichtet der 26-Jährige. Er ist froh über die gute Mahlzeit und die frisch gewaschenen, gebrauchten T-Shirts und Hosen, die er und Marjonny als Ersatz für ihre zerrissene Kleidung bekommen haben. Weil Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Während sie das erste Mal seit langer Zeit satt werden, sehen die beiden jungen Menschen, wie die Helferinnen und Helfer von Fe y Alegría Teller um Teller für die Neuankömmlinge füllen. Manch einer hat seine Schuhe verloren, andere sind zu Tode erschöpft und krank.

„Viele können nicht weiter“, erklärt Padre Gómez. „Wir versorgen sie und geben ihnen einen Platz zum Ausruhen. Es ist das Mindeste, was wir tun müssen.“

Migranten, die am Cash for Work Programm teilnehmen, laden Hilfsgüter von einem Pick-up.

„Manchmal war ich so erschöpft, dass ich dachte, aus dieser Hölle kommst du niemals raus.“ Jairo Cardoso mit seiner Freundin Marjonny.

Soimy Rodriguez aus Venezuela hilft bei der Reinigung der Räume aus.

Projekte, die von Adveniat unterstützt werden, helfen Armut zu überwinden. Sie ermöglichen Menschen, an der Entwicklung der Gesellschaft teilzuhaben – und wirken dort, wo staatliche Hilfe nicht hinkommt. Sie schützen kulturelle Vielfalt und streben nach Gerechtigkeit. Sie sorgen dafür, dass Gottes Schöpfung geachtet und bewahrt wird.

Danke, dass Sie diese so wertvolle Arbeit mit Ihrer Spende ermöglichen!