Faire Arbeit. Würde. Helfen.

Sie schuften als Hausbedienstete, Straßenhändlerinnen und Tagelöhner. Vielen Frauen und Männern werden in Lateinamerika und der Karibik nach wie vor menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Löhne verweigert. Deshalb unterstützt Adveniat seine Partnerinnen und Partner unter dem Motto: „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“

Ein Mann mit Strohhut und hellem Hemd trägt einen schweren Sack auf seinen Schultern und blickt in die Kamera. Der Text lautet: Faire Arbeit. Würde. Helfen. und ein Adveniat-Logo wirbt für die Unterstützung von Menschen in Lateinamerika.

Der mexikanische Kaffeebauer Andrés Rodriguez spricht heute mit, wenn es um Herstellung, Vertrieb und Verdienst geht. Sein Beispiel zeigt:
„Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ Foto: Jürgen Escher/Adveniat

Trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstums arbeiten in Deutschland immer mehr Menschen unter prekären Bedingungen im Niedriglohnsektor oder als Leiharbeiter mit geringem Kündigungsschutz. Ernüchternd ist auch die Bilanz am Ende des Wirtschaftsbooms in Lateinamerika: Die rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen hat nicht zu mehr oder sicheren Arbeitsplätzen geführt.

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„Faire Arbeit. Würde. Helfen.“

Marisol schuftet unter unwürdigen Bedingungen in einer Maquila. Ovidio ist aus einer Jugendbande ausgestiegen. Gloria ist der Prostitution entkommen und arbeitet in einem Projekt für Straßenkinder. Andrés verdingt sich nicht länger als Tagelöhner, sondern ist einer von 300 Kaffeebauern einer Kooperative.

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Immer noch wird vielen Menschen, zumal Frauen, ein menschenwürdiges Arbeiten und Leben verwehrt. Unter prekären Bedingungen müssen sie als Hausbedienstete, Straßenhändlerinnen und Tagelöhner im informellen Sektor für das Familieneinkommen sorgen. Auch Kinder und Jugendliche müssen dazu beitragen. Je geringer die Qualifikation, desto höher ist die Gefahr, ausgebeutet zu werden. Neoliberale Wirtschaftsformen und globale Strukturen der Ausbeutung spüren die Arbeiterinnen und Arbeiter etwa an fehlenden oder unerschwinglichen Sozialversicherungen. Wirtschaftskrisen treffen die Armen und Schwachen zuerst, mit verheerenden Auswirkungen: Beschäftigte werden entlassen, junge Menschen gar nicht erst eingestellt, Arbeitsplätze werden dorthin verlagert, wo man den Arbeiterschutz umgehen und Löhne senken kann.

Unwürdige Arbeitsbedingungen führen dazu, dass viele den Sinn von Arbeit nicht erfahren. Sie können mit der ungerechten Entlohnung ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten, ihnen wird ein Bereich der Persönlichkeitsentwicklung vorenthalten sowie die Beziehungen zu anderen Menschen in der Arbeitswelt. Um Gottes Gerechtigkeit willen, um des Reiches Gottes willen können Christinnen und Christen angesichts all dessen nicht tatenlos bleiben.

Die Missstände und die Nöte der Menschen in Lateinamerika und der Karibik, die Schutzlosigkeit von Arbeitenden, die Bedrängnis von Arbeitsuchenden lassen Adveniat-Projektpartnerinnen und -partner nicht ruhen. In zahlreichen Projekten in allen Ländern des Kontinents setzen sie sich für faire Arbeitsbedingungen und menschenwürdige Verhältnisse ein. Adveniat unterstützt mit der diesjährigen Weihnachtsaktion „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ ihre Forderungen: Sie kämpfen unter anderem für die Befreiung aus der Sklaverei in Brasilien, für Bildungschancen von jugendlichen Lastenträgern in Venezuela, neue Perspektiven für obdachlose und ausgebeutete Frauen sowie eine solidarische Landwirtschaft in Mexiko.

„Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ – Adveniat-Aktionspartner

Managerin und Ersatzmutter

Indira Berroterán

Eine Frau mit langen dunklen Haaren, die ein türkisfarbenes und gemustertes Oberteil trägt, lächelt und stützt ihre Arme auf ein Metallgeländer. Der Hintergrund ist leuchtend gelb.

Zwischen Weltmarkt und indigenen Bauern

Padre Arturo Estrada

Ein Mann mit langen braunen Haaren, einem Bart und einem Schnurrbart steht vor einem orangefarbenen Hintergrund und lächelt, während er leicht zur Seite schaut.

Vom Lastenträger zum JOC Vertreter

Orlando Machado

Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren und einem leichten Lächeln blickt direkt in die Kamera. Er befindet sich im Freien, trägt ein ärmelloses schwarzes Hemd und ist sanft beleuchtet, mit einem unscharfen grünen Hintergrund.

Ein Dominikaner sprengt die Ketten

Frei Xavier Plassat

Ein Mann mittleren Alters mit hellem Haar und einem orangefarbenen Hemd steht im Freien und schaut zur Seite. Im unscharfen Hintergrund sind Wasser und Grün zu sehen, was auf eine natürliche Umgebung oder ein Flussufer hindeutet.

Der Bischof der Arbeiter

Dom Reginaldo Andrietta

Ein Mann mittleren Alters mit kurzen grauen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Er trägt ein hellblaues Hemd und steht draußen vor einem unscharfen Hintergrund.

Berufsberater für Mara-Aussteiger

Manuel Morán

Ein Mann mittleren Alters mit kurzen dunklen Haaren, einem gestutzten Bart und einem Schnurrbart blickt nachdenklich in die Ferne, während er die Hände vor sich verschränkt. Er trägt ein kariertes Hemd.