Mit Mut und Hingabe
die Wüste zum Leben erwecken

Alles ist staubig, grau-rot gefärbt, leblos wie eine Mondlandschaft. Mehr als 160.000 Menschen leben hier in Häusern, die wie Bienenwaben aneinanderkleben. Sie kamen auf der Suche nach Arbeit und Bildung für ihre Kinder hierher. Doch wer in dieser Einöde überleben will, muss kreativ werden – so wie die Frauen von Huaycán. – Wie Frauen am Stadtrand von Lima mit Mikrogärten und Gemeinschaftsküchen ihre Familien ernähren.

Eine Frau in einer bunten Schürze trägt frisches Grün, während sie auf einem sandigen, hügeligen Weg in einem ländlichen Dorf in Peru spazieren geht, Teil eines Spendenprojekts, mit felsigem Terrain, einfachen Häusern und einem Fahrzeug im Hintergrund.

Adveniat unterstützt nicht nur die starken Frauen von Huaycán, sondern setzt sich auch dafür ein, dass möglichst viele Mädchen und Frauen ihrem Beispiel folgen können: durch Kurse für Gartenbau, Kleintierhaltung und Materialbeschaffung in den vier ärmsten Pfarreien der Diözese. Fotos: Adveniat/Mareille Landau

Am Anfang war die Not – und die Idee für eine Gemeinschaftsküche.

Als Rosana Loyo und ihre Nachbarinnen im Jahr 2020 die Gemeinschaftsküche „Olla Común“ (Gemeinschaftstopf) gründeten, war Hunger in Huaycán weitverbreitet. Rosana erinnert sich: „In der Corona-Pandemie hatte kaum jemand Arbeit. Damit jede Familie Essen bekam, haben wir uns zusammengetan. Alle gaben, was sie entbehren konnten: Kartoffeln, Möhren, eine Zwiebel. Zusammen wurde daraus Essen für viele.“

Aus der Not entstand ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Heute ist die „Olla Común“ eine feste Institution: 70 Familien werden hier jeden Tag satt – mit herzhaften Eintöpfen und mit viel frischem Gemüse für eine ausgewogene Ernährung.

Ein kleines grün-braunes Gebäude mit der Aufschrift "Olla Común La Sagrada Familia" steht auf einem staubigen Hügel, Teil eines Spendenprojekts in Peru, umgeben von gestapelten Säcken und entfernten Häusern in einer trockenen, bergigen Gegend.

70 Familien kommen täglich in die Gemeinschaftsküche, um frisch gekochtes Essen zu kleinem Preis zu kaufen. Foto: Adveniat/Mareille Landau

Carolina Delgado, Ernährungsberaterin der Sozialpastoral in der Diözese Chosica, sorgt für Unterstützung: Mithilfe der Familienväter errichtete sie einen Rauchfang in der Küche und schulte die Mitwirkenden in Fragen zu gesunder Ernährung und Hygiene. Ihr Kollege, der Agrarwissenschaftler Roberto Salcedo, zeigte den Frauen, wie sie die dürre Erde mit intelligenter Bewässerung und selbstgemachtem Dünger urbar machen. Ein kleines Wunder in der Wüste!

Auch das Leben von Ilda Alejo hat sich dank der „Olla Común“ stark verändert. Zum ersten Mal im Leben hat sie keine Angst zu hungern. Ihre kleinen Beete und Pflanztöpfe am Steilhang strotzen vor Kraft und Gesundheit. Stolz erklärt die junge Mutter: „Ich habe gelernt, dass Kräuter auch Heilpflanzen sind. Ich nutze sie, wenn mein Sohn eine Kolik hat oder mein Mann erkältet ist. Mir hat sich eine ganz neue Welt aufgetan!“ Neben den Gemüsebeeten hält Ilda vier kräftige Legehennen, die die Familie mit Eiern versorgen. Ilda ist überglücklich: „Ich muss mir keine Sorgen mehr machen, ob mein Mann genug Arbeit findet, damit wir satt werden. Und ich kann mir sogar die Gebühren für die Berufsschule leisten. Bald werde ich als Fri seurin selbst Geld verdienen und meine Familie stolz machen. Darauf freue ich mich sehr!“

„Es ist beeindruckend, wie gut die Frauen sich selbst organisiert haben. Jetzt suchen wir Menschen, die diese Frauen unterstützen. Der Bedarf ist riesig.“

Maria Soledad Cortez Santiago, Leiterin der Sozialpastoral

Eine Frau mit kurzen dunklen Haaren trägt eine marineblaue Weste mit einem bunten Hemd darunter und steht im Freien vor verschwommenen, rustikalen Gebäuden - eine Szene aus einem Spendenprojekt in Peru. Sie blickt mit neutraler Miene in die Kamera.

Gemeinsam säen wir Hoffnung!

Adveniat unterstützt nicht nur die starken Frauen von Huaycán, sondern setzt sich auch dafür ein, dass möglichst viele Mädchen und Frauen ihrem Beispiel folgen können: durch Kurse für Gartenbau, Kleintierhaltung und Materialbeschaffung in den vier ärmsten Pfarreien der Diözese.

Agrarwissenschaftler Roberto und Ernährungsberaterin Carolina sind beeindruckt. Obwohl jeder Liter Wasser vom weit unten liegenden Fluss herbeigeschafft werden muss, gelingt es den Frauen, an den staubigen Hängen der Berge kleine Gemüsebeete anzulegen – und die Pflanzen am Leben zu erhalten. Eine Meisterleistung.
Eine Frau mit Haarnetz und Schürze schneidet Zwiebeln in einer bescheidenen Küche, die Teil einer Initiative des Spendenprojekts Peru ist. Hinter ihr steht ein Mann in einem grünen Trikot neben Schränken. Auf dem Tisch stehen Gemüse und ein Mixer, die die heimelige Atmosphäre widerspiegeln.

Täglich kochen die Frauen herzhafte Eintöpfe mit viel frischem Gemüse für eine ausgewogene Ernährung.

Eine Frau mit Weste und Klemmbrett in der Hand unterhält sich mit einer anderen Frau mit Haarnetz und Schürze. Sie stehen vor einem Schild mit der Aufschrift "Olla Común", das Teil einer Initiative des Spendenprojekts Peru in einer Gemeinschaftsküche ist.

Ernährungsberaterin Carolina schult die Mitwirkenden in Fragen zu gesunder Ernährung und Hygiene.

Ein Mann und eine Frau stehen und unterhalten sich in einem kleinen Garten am Hang, mit trockenem, bergigem Terrain und verstreuten Häusern im Hintergrund. Im Rahmen eines Spendenprojekts in Peru diskutieren sie in farbenfroher lokaler Kleidung über die Bedürfnisse der Gemeinde.

Agrarwissenschaftler Roberto zeigt den Frauen, wie sie mit minimalem Wassereinsatz etwas anpflanzen können.

Schenken Sie Familien in Peru eine Perspektive: Unterstützen Sie die Frauen in Chosica bei ihrem Einsatz für eine gesunde Ernährung. 

Für weitere Informationen, wie Sie die Armen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez@adveniat.de