Spendenaufruf: Amazonas als Lebensraum der Indigenen retten
Der Amazonas – seine Flüsse und Wälder atmen für uns alle. Er stabilisiert das Klima und bewahrt eine unermessliche Artenvielfalt. Für indigene Völker wie die Mura ist er aber noch mehr: Heimat, Lebensgrundlage und kulturelles Herz. Seit Generationen leben sie hier im Einklang mit der Natur. Doch ihre Existenz ist massiv bedroht: durch Umweltzerstörung und Gier nach Rohstoffen.

Dank des Medienprojekts von Adveniat können Gabriel und andere junge Indigene ihre Geschichten selbst erzählen, Ungerechtigkeit sichtbar machen – und Hoffnung stärken. Foto: Adveniat/Florian Kopp
Kampf ums Überleben
Der Amazonas und seine Menschen kämpfen ums Überleben – doch sie sind nicht allein. Einer von ihnen ist Gabriel da Silva aus dem Mura-Dorf Soares. Der 26-Jährige ist Anführer der Mura-Gemeinde Soares im brasilianischen Bundesstaat Amazonas. Gemeinsam mit anderen jungen Indigenen kämpft er für seine Heimat und seine Zukunft. Denn er liebt seine Heimat. Die Wälder, die Flüsse – all das, was ihn seit Kindertagen umgibt. Doch er sieht, wie Bäume verschwinden, das Wasser knapper wird und seine Gemeinschaft vor großen Herausforderungen steht. Deshalb möchte er anderen jungen Menschen beibringen, wie man seine Stimme erhebt – friedlich, mit Worten und Bildern.
Dank des Medienprojekts von Adveniat können Gabriel und andere junge Indigene ihre Geschichten selbst erzählen, Ungerechtigkeit sichtbar machen – und Hoffnung stärken. „Es ist sehr wichtig, dass wir jungen Mura unsere Geschichten selbst erzählen”, sagt Garbriel. “Und dass wir dies mit den Mitteln tun, die wir bereits haben: Handy und Internet. Aber wir müssen auch lernen, diese Werkzeuge zu nutzen.”
Stimme erheben für die Zukunft des Amazonas
Auch Raquel gehört zum Netzwerk junger Mura-Kommunikationsteams im brasilianischen Amazonasgebiet. In Workshops, die Adveniat gemeinsam mit dem Indigenen Missionsrat CIMI organisiert, lernt sie, wie man Interviews führt, fotografiert und filmt. Besonders bewegen sie das geplante Kalium-Minenvorhaben in der Nähe ihres Dorfes – und die dramatischen Folgen für Natur und Gemeinschaft. Durch das Projekt findet Raquel Wege, ihre Sorgen sichtbar zu machen und ihre Stimme für die Zukunft der Mura zu erheben.

„Ich will zeigen, was uns verloren geht”, sagt Raquel Santos, Mura, bei der Dokumentation mit der Kamera.

„Die Mine wird Zerstörung bringen. Sie versprechen Wohlstand, aber sie haben keine Vorschläge, die gut für uns sind“, sagt Raquel bei der Besichtigung einer Bohrstelle.

Gemeinsam machen die Jugendlichen die Veränderungen sichtbar – mit Fotos, Videos und Worten.
Lagune trocknet aus, Fischbestand verschwindet
Auch Alan engagiert sich im Medienprojekt von Adveniat und CIMI. In seinem Dorf spürt er die dramatischen Auswirkungen der Dürre: die Lagune trocknet aus, der Fischbestand schwindet, das Leben wird härter. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen lernt Alan, wie er die Veränderungen sichtbar machen kann – mit Fotos, Videos und Worten. Was früher ungehört blieb, erreicht nun die Öffentlichkeit. „Die Dürre besorgt mich, weil wir nicht wissen, wie lange sie noch anhält und wie viele Menschen darunter leiden werden”, sagt Alan. “Die Versorgung mit Lebensmitteln wird schwieriger, der Zugang zur Stadt komplizierter – alles wird schwieriger.“
„Sie fällen zuerst die Bäume und verbrennen sie dann, damit Gras wachsen kann. Alles, was wir fühlen, ist Traurigkeit.“
Gabriel da Silva, 26, Tuxaua (Dorfvorsteher) des Mura-Dorfes Soares

Die Welt soll sehen, was mit unserer Heimat geschieht
Abholzung, Vertreibung, Umweltzerstörung – die indigene Bevölkerung des Amazonas kämpft ums Überleben: für ihre Kultur, ihre Zukunft und den Erhalt des Regenwaldes. Adveniat steht ihnen dabei zur Seite. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort setzt sich Adveniat für Bildung, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklungsprojekte ein und unterstützt indigene Gemeinschaften dabei, ihre Stimme zu erheben und ihr Zuhause zu schützen – für eine gerechte und lebenswerte Zukunft.
Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende die wichtige Arbeit der Adveniat- Partner, die sich aktiv für die Umwelt und die indigenen Völker einsetzen.
Ihre Unterstützung bedeutet Schutz, Stimme und Zukunft!
Für weitere Informationen, wie Sie die Armen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:
Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez@adveniat.de

