Wasser ist ein Menschenrecht – helfen Sie jetzt!

Die Menschen im Armenviertel Punchana, das mitten im peruanischen Regenwald liegt, haben kein Wasser. Denn sie sind bisher nicht an die Wasserversorgung der Stadt Iquitos angeschlossen. Mit Unterstützung der Wasserpastoral des Vikariats Iquitos haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Armenviertels ihr Recht auf Wasser eingeklagt. Es war ein Sieg wie David gegen Goliath. Doch Barbara Fraser, Leiterin der Wasserpastoral, weiß: Das war erst der Anfang. Nun heißt es weiter am Ball zu bleiben, damit das Urteil auch umgesetzt wird.

Eine junge Frau und ein älterer Mann tragen einen großen blauen Behälter, der mit Wasser gefüllt ist. Im Hintergrund sind auf einer staubigen Straße andere Menschen, ein Wasserwagen und behelfsmäßige Häuser zu sehen.

Wasser kommt in Punchaba, wenn überhaupt, mit dem Tankwagen. Die Wasserpastoral – getragen von der katholischen Kirche – kämpft für sauberes Wasser als Menschenrecht: mit Geduld, Tatkraft und Hoffnung auf Gerechtigkeit. Fotos: Adveniat/Achim Pohl

Wasser – Menschenrecht und ein Geschenk Gottes

Wasser ist für die Menschen in Punchana nicht nur überlebenswichtig. In der Tradition der Indigenen ist Wasser ein Ausdruck der Nähe Gottes. Das Wasser steht für Leben, Reinigung und Neuanfang.

Doch was für viele selbstverständlich ist, bleibt für die Familien in Punchana ein unerfülltes Grundrecht. Wasser kommt dort, wenn überhaupt, mit dem Tankwagen. Gleichzeitig fließen Abwässer offen durch die Straßen. Krankheiten sind die Folge. Für die Kirche vor Ort ist klar: Der Zugang zu sauberem Wasser ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Deshalb begleitet die Kirche Familien, fordert die Umsetzung des Urteils und setzt sich beharrlich dafür ein, dass alle Menschen in Würde leben können.

Willian Navarro: zwischen Hoffnung und Stillstand

Willian Navarro, 64, lebt mit seiner Familie seit 18 Jahren im Armenviertel Punchana in Iquitos. Es fehlt an sauberem Wasser, der Alltag ist geprägt von Müll, Krankheiten und Elend. Doch Willian hat nicht resigniert. Aus seinem Glauben wuchs der Mut, sich gegen diese menschenunwürdigen Zustände zu wehren.

Mit Unterstützung der Wasserpastoral des Vikariats Iquitos klagte er gegen den Staat Peru – für das Recht auf Wasser, Gesundheit und Würde. Das Gericht gab ihm recht: Punchana soll an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen und regelmäßig vom Müll befreit werden.

Doch noch fließt kein Wasser. Es braucht weiterhin Engagement, Aufmerksamkeit und unsere Solidarität.

„Wir sind vom Wasser umgeben, und doch haben wir keines zum Trinken.“

Willian Navarro

Ein Mann in einer schwarzen Weste mit rotem Aufnäher sitzt auf einem Holzboot unter einem Vordach, mit einem Fluss und einer grünen Uferlinie im Hintergrund. Er blickt lächelnd in die Kamera, während hinter ihm Vorräte zu sehen sind.

Hoffnungsspenderinnen: Liz Fernández und Barbara Fraser

Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Glaube: Liz Fernández (29) und Barbara Fraser (66) engagieren sich in der Wasserpastoral von Iquitos für die Menschen in Punchana.

Liz Fernández begleitet als Umwelterzieherin Jugendliche und verbindet in Kursen Umwelt, Glaube und Gerechtigkeit miteinander. Barbara Fraser leitet die Wasserpastoral, bringt Menschen zusammen und gibt ihren Anliegen Gehör. Die Wasserpastoral – getragen von der katholischen Kirche – kämpft für sauberes Wasser als Menschenrecht: mit Geduld, Tatkraft und Hoffnung auf Gerechtigkeit.

Eine Frau mit dunklem Haar, die ein geblümtes Hemd und eine helle Hose trägt, steht im Freien auf einem grasbewachsenen Gelände in der Nähe eines kleinen Flusses mit Bäumen und Häusern im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

„Wasser ist Leben, Glaube und Zukunft.“

Liz Fernández

Stimme einer neuen Generation

Die 29-jährige Umwelterzieherin Liz Fernández kennt die Zerrissenheit der Jugendlichen in Punchana: aufgewachsen zwischen indigener Tradition und städtischer Perspektivlosigkeit. In Seminaren der Wasserpastoral vermittelt sie ihnen Mut, Wissen und schafft die Verbindung der Lebenskraft des Wassers mit dem Glauben.

Liz weiß: Wenn junge Menschen ihre Rechte kennen, fordern sie sie auch ein. Liz stärkt sie dabei. Ihre Arbeit zeigt: Bildung schafft Bewusstsein, Kraft und Mut, an Veränderungen zu arbeiten und diese einzufordern. Sie braucht jedoch reale Veränderungen, wie die Anbindung von Punchana an die Trinkwasserversorgung, um zu wirken.

Eine Gruppe von Menschen füllt Wasser aus einem großen Tanklastwagen auf einer unbefestigten Straße in Behälter. Kinder und Erwachsene, einige mit Eimern in der Hand, versammeln sich, während das Wasser in Plastikfässer abgefüllt wird.

Wasser kommt in Punchaba, wenn überhaupt, mit dem Tankwagen. Gleichzeitig fließen Abwässer offen durch die Straßen.

Vier Mädchen in Schuluniformen stehen zusammen unter einem Strohdach. Zwei von ihnen halten ein großes Blatt Papier mit bunten Zeichnungen in der Hand, während ein anderes Mädchen spricht und dabei mit den Händen gestikuliert. Im Hintergrund sind Bäume und ein strohgedecktes Gebäude zu sehen.

Liz Fernández begleitet als Umwelterzieherin Jugendliche und verbindet in Kursen Umwelt, Glaube und Gerechtigkeit miteinander.

Eine Frau in einem geblümten Hemd spricht zu einer Gruppe junger Männer, die auf einer Bank in einem überdachten Außenbereich mit Bäumen und Grünpflanzen im Hintergrund sitzen.

Liz weiß: Wenn junge Menschen ihre Rechte kennen, fordern sie sie auch ein. Liz stärkt sie dabei.

Ihre Spende – für Recht, Würde und Wasser

Liz Fernández, Barbara Fraser und Willian Navarro eint ein Ziel: Sie wünschen sich ein besseres Leben für die Menschen in Punchana.

Punchana hat das Recht auf Wasser erstritten. Doch umgesetzt wurde das Urteil bis heute nicht. Der Einsatz der Menschen für ihr Recht muss fortgeführt werden. Die Wasserpastoral bleibt an ihrer Seite: als Mahnerin und Begleiterin. Mit Ihrer Spende an Adveniat stärken Sie diesen Einsatz und helfen mit, dass aus einem Urteil ein durchgesetztes Menschenrecht wird.

Spenden Sie jetzt – für Wasser, das ankommt. Für Hoffnung, die bleibt.

Für weitere Informationen, wie Sie die Armen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez@adveniat.de