Jugend Global – hier und in Kolumbien

Was lernen wir von der Hoffnung im armen Süden? Jugend Global: Hier und in Kolumbien hieß es bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg am Donnerstagabend.

Ein junger Mann mit kurzen Haaren und Kopftuch spricht in ein Mikrofon. Neben ihm befindet sich eine violette Sprechblase mit einem deutschen Zitat über das Centro Afro als einen sicheren, freien und wundersamen Ort.

Die Türen sind immer offen

„Unser Geheimnis im Centro Afro? Die Türen waren immer offen. Wenn die Schulen für eine Woche geschlossen hatten, weil die Gewalt in Tumaco eskalierte, wussten die Kids ins Centro Afro können sie immer kommen.

„Es gab Zeiten, da habe ich gehungert“, berichtete Jailer Cortés. In der Jugendgruppe des Centro Afro hat er nicht nur jonglieren, tanzen und rappen gelernt, sondern auch so viel Selbstvertrauen entwickelt, dass er heute eine Jugendgruppe leitet. Um selber Geld für das Jugendzentrum zu erwirtschaften, haben die Jugendlichen einen Imbiss aufgebaut, in dem Jailer sein Wissen aus der Kochausbildung an Jüngere weitergibt.

Eine Frau mit lockigem dunklem Haar, Brille und grün gemusterter Jacke spricht in ein Headset-Mikrofon. Ein lila Textfeld zitiert sie auf Deutsch über die Bedeutung der Jugend und echter Berührungspunkte.
Eine Frau mit lockigem Haar in einem Pferdeschwanz spricht in ein Mikrofon. Neben ihr steht ein violetter Text in deutscher Sprache, der Ulrike Purrer, der Leiterin des Centro Afro in Kolumbien, zugeschrieben wird und in dem es darum geht, Jugendliche zu befähigen, ihr Leben und ihre Stadt zu verändern.

Jugendliche aus der Passivität rausholen.

Jugendliche aus der Passivität rausholen. Das ist das Ziel von Lina Maria Eraso Quintero von der Stelle „Interkulturelles Neu-Ulm“. Ein Riesenerfolg: Jugendliche, die festgestellt haben, dass Flüchtende aus Afghanistan und anderen Staaten keine Übersetzer finden, haben ein Netzwerk von Dolmetschern aufgebaut. Digital finden die Menschen nun zusammen. „Die Jugendlichen haben nicht auf die Stadt gewartet, sondern gemacht.“

Damit Jugendliche weltweit einfach machen können, braucht es Menschen, die an sie glauben. Deshalb stellt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche zum Thema Jugend in Lateinamerika unter das Motto: „Glaubt an uns – bis wir es tun!“

 

Adveniat-Weihnachtsaktion 2024

„Glaubt an uns – bis wir es tun!“

Jugendliche in Lateinamerika und der Karibik erleben täglich Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Viele haben die Hoffnung auf eine sichere und gute Zukunft verloren. Adveniat und die lokalen Projektpartnerinnen und –partner glauben jedoch an sie und schaffen sichere Orte, wo Jugendliche Perspektiven entwickeln können. Kunst- und Kulturangebote, Workshops und Stipendien ermöglichen ihnen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und Kirche und Gesellschaft aktiv zu gestalten.

Zwei lächelnde Teenager, ein Junge und ein Mädchen, schieben eine grüne Schubkarre mit Pflanzen eine Straße in einem belebten Dorf hinunter. Der Text lautet: "Glaubt an uns - bis wir es tun!" und wirbt für eine Weihnachtskampagne zur Unterstützung der Jugend in Lateinamerika.