Hilfe zur Selbsthilfe mit Gemüsegärten in Peru

Staubtrocken und steinig ist der Boden, doch inmitten der Wüste wächst eine kleine Oase: der Gemüsegarten ist der ganze Stolz von Josués Mutter Carmen Rosa Sauñe. Die Pflanzen verbessern nicht nur die Ernährungssituation in Carapongo – sie reinigen auch die Luft, die durch den Steinbruch nebenan sehr staubig ist. Die Luftverschmutzung ist neben der Armut eines der größten Probleme in dieser kargen Region Perus.

Frau an Berghang in Peru bewässert Pflanzen in trockenem Boden.

Mit Gemüse- und Kräutergärten wollen die Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Das schönste Geschenk, das man Projektteilnehmerin Betsabé Castro bereiten kann, sind Samen und Setzlinge: „Das ist für mich wie Weihnachten!“. Fotos: Adveniat/Achim Pohl

Elisabeth Huamán ist Agronomin bei dem Adveniat-Projektpartner Grupo Andes. Sie ist selbst Mutter zweier Kinder und hat an der Schule von Carapongo ein Projekt zur Umwelterziehung gestartet: Jede Klasse hat ein Stück Garten erhalten, um es zu bepflanzen und zu pflegen. Grupo Andes hat die Lehrkräfte geschult und dafür gesorgt, dass Umwelterziehung jetzt im Lehrplan verankert ist. „Uns geht es darum, dass die Kinder ihr Recht auf Gesundheit und eine saubere Umwelt kennen und lernen, diese Rechte vom Staat einzufordern“, erklärt die engagierte Frau.

Einsatz für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz

Mit ihrem Team erreicht Elisabeth Huamán viele Menschen in der Gemeinde: Grupo Andes ist Teil des kirchlichen Netzwerks „Red Muqui“ der Diözese Chosica, das sich für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz einsetzt. Die Schulgärten bringen Familien und Lehrkräfte zusammen, stärken Verantwortung, bekämpfen die Armut und schaffen neue positive Erfahrungen. So wächst der Zusammenhalt der Gemeinschaft spürbar.

„Immer nur jammern hilft nichts. Man muss schon selbst anpacken und sich bemühen.“

Betsabé Castro, Mutter von vier Kindern

Frau blickt in die Kamera.

 

Die sozialen Gegensätze sind groß in Carapongo; Kinder aus ärmeren Haushalten leiden oft unter Blutarmut und Mangelernährung. Auch Durchfall- und Atemwegserkrankungen sind weit verbreitet.

  • In Carapongo leben zwei Drittel der Bevölkerung am Existenzminimum.
  • Fast jedes zweite Kind leidet unter Anämie (Blutarmut).
  • 12 Prozent der unter 10-Jährigen sind mangelernährt.
Berghang mit kleinen Holzhütten, der Boden ist steinig und sehr trocken.

Die Menschen in Carapongo leben inmitten einer Wüste. Die Luft ist durch den Steinbruch nebenan zudem sehr staubig.

Ein Mädchen und ein Junge gießen kleine Pfalnzen in einem angelegten Garten.

Im Adveniat-Projekt lernen Erwachsene und auch Kinder, wie man in dem trockenen Boden Pflanzen und Gemüse anbaut.

Frau hält mit Lächeln zwei kleine Pflanzen in der Hand.

Die Gärten bringen Familien zusammen, stärken Verantwortung und bekämpfen die Armut.

Adveniat schafft Chancen

Gleiche Rechte und Zukunftschancen für benachteiligte Menschen in Lateinamerika und der Karibik: Dafür macht Adveniat sich stark. Wir helfen dort, wo die Not am größten ist. In Carapongo setzen wir uns mit unserer Partnerorganisation Grupo Andes ein für Ernährungssicherheit und bessere Lebensbedingungen:

  • Mit Gemüsegärten geben wir bedürftigen Familien die Chance, sich selbst mit gesunder Nahrung zu versorgen.
  • Wir stärken Mütter und Familien und vermitteln ihnen Wissen über gesunde Ernährung und Entwicklung.
  • Mit Umweltbildung ermutigen wir Kinder, Verantwortung für die Natur und ihre Gesundheit zu übernehmen.

Jetzt Zukunft pflanzen:
50 Familiengärten für Carapongo! Bereiten Sie jetzt mit uns den Boden für bessere Lebensbedingungen, damit Josué und viele andere Kinder in Peru gesund aufwachsen können!

Für weitere Informationen, wie Sie die Menschen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez@adveniat.de