Brasilianische Behörden rufen Wassermangel in Amazonasregion aus
In Brasilien hat die Nationale Wasserbehörde (ANA) Wassermangel an den Flüssen Juruá und Purus sowie ihren Nebenflüssen Acre und Iaco im Amazonasgebiet ausgerufen. In den Flussgebieten fallen seit 2023 unterdurchschnittlich niedrige Niederschläge. Adveniat macht in seiner aktuellen Jahreskampagne auf die Ausbeutung des Amazonas und die Auswirkungen auf Menschen und Natur aufmerksam und setzt sich für die indigenen Völker und den Schutz der Umwelt im Amazonasgebiet ein.

Ausgetrocknetes Flussbett im Amazonas-Regenwald. Wegen großer Trockenheit sind die Pegelstände sehr niedrig und die Vegetation trocken. Foto: Adveniat/Florian Kopp
Die in Brasilien aufgrund des Wassermangels beschlossene Resolution, ermöglicht es den regionalen Regierungen und Wasserversorgern, Wassersparmaßnahmen zu ergreifen. Bauern, die von der Dürre betroffen sind, können zudem finanzielle Hilfe erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die beschleunigte Anerkennung der Unterstützung von Bundesstaaten und Kommunen in Dürrekatastrophen durch die Bundesregierung. Zudem soll sie den Systemnutzern signalisieren, dass sie ihren Wasserverbrauch in Zeiten von Wassermangel besser steuern müssen.
Das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) hat auch in den kommenden Monaten für die Region Niederschläge unter dem Jahresschnitt angekündigt. Damit dürfte sich der Wassermangel weiter zuspitzen. Bereits jetzt sind Flussufer ausgetrocknet.
Ökosystem als perfekter Kreislauf wird zerstört
Das Ökosystem des Amazonas funktioniert eigentlich als sich selbst regenerierender Organismus. Die Pflanzen speichern den Regen, die anschließende Verdunstung generiert neue Niederschläge. Ein perfekter Kreislauf, der durch industrielle, auf Export ausgelegte Landwirtschaft und Viehzucht ins Wanken gerät. Denn diese sind die Hauptgründe für Rodungen und Brandrodungen im Amazonaswald. Insgesamt sind bereits 20 Prozent abgeholzt. Allein im brasilianischen Amazonasgebiet sind seit 1985 rund 52 Millionen Hektar Natur zerstört worden – eine Fläche, die größer ist als Spanien.
Auch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, wie Erdöl, Gold oder Edelsteine, sind Teil der Umweltkatastrophe, die sich im Amazonasgebiets zuträgt. Chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel aus der industriellen Landwirtschaft und Quecksilber, das beim Goldschürfen freigesetzt wird, verseuchen die umliegenden Flüsse samt ihren Fischen. Diese Ausbeutung geschieht oft illegal und auf Kosten der Menschen, die von und mit den Regenwäldern leben: Die indigenen Gemeinschaften werden von ihrem Land vertrieben, ihr Wasser und ihre Lebensmittel werden verseucht.
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Mehr InformationenAdveniat-Kampagne: „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“
Für Adveniat sind die Ressourcen des Amazonas unverzichtbar. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen, wie z. B. CIMI und REPAM, unterstützt Adveniat indigene Gemeinschaften dabei, die Menschenrechte, Landrechte und das Recht auf sauberes Wasser zu schützen und den zerstörerischen Eingriffen nationaler, multinationaler Konzerne und Regierungen entgegenzuwirken.
Unter dem Leitwort „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ ruft Adveniat in der diesjährigen Kampagne dazu auf, sich an die Seite der Menschen zu stellen, die für die Bewahrung des Amazonas als gemeinsames Haus und als globale Grundlage für zukünftige Generationen einstehen – oft unter Einsatz des eigenen Lebens. (adv)

