Amazonas-Netzwerk berichtet über Ölpest in Ecuador
Laut dem Amazonas-Netzwerk REPAM, zu dem auch das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat gehört, gibt es am Fluss Napo in Ecuador eine Ölpest. Die Umweltkatastrophe sei kein Einzelfall – sondern Folge einer jahrzehntelangen unverantwortlichen Politik. Adveniat fördert nicht nur das kirchliche Netzwerk finanziell, sondern auch rund 100 Projekte von Adveniat-Partnerorganisationen im Amazonasgebiet mit rund 3 Millionen Euro.

Ölsee an einem Bohrloch in Ecuador (Symbolbild). Foto: Adveniat/Martin Steffen
Das kirchliche Amazonas-Netzwerk REPAM zeigt sich besorgt über eine Öl-Katastrophe mit “schwerwiegenden Auswirkungen auf den Fluss Napo. Dieser sei einer der wichtigsten Zuflüsse des Amazonasbeckens und lebenswichtig für Hunderte Familien, die an seinen Ufern leben”, heißt es in einer Erklärung von REPAM. Die Umweltkatastrophe sei kein Einzelfall, sondern eine direkte Folge “jahrzehntelanger unverantwortlicher Förderung von fossilen Brennstoffen, mangelnder Instandhaltung der Öl-Infrastruktur und des Ausbleibens wirksamer und sofortiger Reaktionen des Staates und des Förderunternehmens”.
REPAM richtet Forderungen an das betroffene Unternehmen, den Staat und die örtlichen und nationalen Behörden. So müsse die Bevölkerung über die ausgelaufene Menge, die betroffenen Gebiete und Gemeinden sowie ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung informiert werden. Dringend seien eine Reinigung der Böden, Ufer, Flussufer und Gewässer sowie die Identifizierung von Schwermetallen und schwer abbaubaren Kohlenwasserstoffen.
Die betroffenen Flussgemeinden müssten aktiv an den Maßnahmen beteiligt werden, verlangt das Amazonas-Netzwerk. Die gesamte Öl-Infrastruktur im Amazonasgebiet müsse dringend überprüft werden. Es gelte, gefährliche Pipelines stillzulegen oder neu auszurichten und Maßnahmen zum Schutz der bereits geschwächten Ökosysteme an den Flussufern umzusetzen.
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Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas
Der weltweite Hunger nach Rohstoffen, Holz und Fleisch zerstört die Lebengrundlage der indigenen Völker am Amazonas und erstickt die Lunge der Welt. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort unterstützt Adveniat indigene Gemeinschaften dabei, ihre Rechte zu schützen und den zerstörerischen Eingriffen von Konzernen und Regierungen entgegenzuwirken. Die indigenen Völker leben im Einklang mit der Natur und sind damit die wahren Umweltschützer und Klimaretter. Unter dem Leitwort „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ ruft Adveniat dazu auf, sich an die Seite der Menschen zu stellen, die für die Bewahrung des Amazonas als gemeinsames Haus und als globale Grundlage für zukünftige Generationen einstehen – oft unter Einsatz des eigenen Lebens.


