Adveniat-Botschafterin Friederike Becht: “Der Schutz des Amazonas geht uns alle etwas an”

In ihrem neuen Film spielt die deutsche Schauspielerin Friederike Becht eine Journalistin, die sich “Im Rausch” verliert. Im Zuge der Filmvorstellung berichtete die 38-jährige Adveniat-Botschafterin über das problematische Thema der Alkoholsucht, aber auch über ihre persönliche Sicht auf Gott und was die für sie mit Nächstenliebe und Engagement für Benachteiligte zu tun hat.

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“Ich finde es toll, dass die Kirche solche Projekte fördert”

Im Alltag befasse sie sich nicht viel mit Gott und Glauben, erzählt Becht in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur. Jedoch finde sie, „dass jeder Mensch glauben darf, was er oder sie für richtig hält – solange es niemanden verletzt und solange man respektiert, was andere glauben.“ Sie selbst möge den christlichen Gedanken der Nächstenliebe, sagt die Darstellerin, die evangelisch aufgewachsen ist. Zudem engagiere sie sich für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat. “Ich finde es toll, dass die Kirche solche Projekte fördert und sich für benachteiligte Menschen stark macht.“

Zuletzt besuchte Friederike Becht ein Adveniat-Projekt in Montevideo, Uruguay. In den sieben Schulen des Adveniat-Projektpartners „Fundación Sophia“ werden 5.500 Schülerinnen und Schüler von klein auf für den Umweltschutz sensibilisiert. Bei ihrem Besuch pflanzte die Schauspielerin gemeinsam mit den Nachwuchsgärtnern im Schulgarten Gemüse, das später geerntet und gemeinsam gegessen wird. Der Biomüll, der in der Schulkantine entsteht oder den die Kinder von zu Hause mitbringen, wird in der Schule zu Biogas umgewandelt. Täglich wird damit in der Schulküche gekocht.

Adveniat-Projekt macht ökologische Zusammenhänge erfahrbar

„Ich finde es großartig, dass Kinder schon früh den Kreislauf mitbekommen, dass man nicht einfach nur wegwirft, sondern, dass man sogar mit den Resten noch etwas machen kann“, erklärt Becht in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“. „Das wird den Kindern dort sehr früh nahegelegt und sie nehmen dieses Wissen mit zu ihren Eltern nach Hause.“

Vom Setzling bis zum leckeren Ergebnis auf den Tellern in der Schulkantine lässt sich der ganze Lebenszyklus der Pflanzen im Schulgarten verfolgen. Gleichzeitig macht das Adveniat-Projekt auch ökologische Zusammenhänge erfahrbar. Die jungen Gärtnerinnen und Gärtner erlernen einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und was aus ihrem Handeln für die Zukunft „erwächst“.

Die Schauspielerin Friederike Becht informierte sich bei einer früheren Adveniat-Reise nach Ecuador über Umweltprobleme durch Erdölförderung im Regenwald in der Nähe von El Coca. Foto: Martin Steffen/ Adveniat

“Wir müssen die grüne Lunge unserer Erde schützen”

Die Schulen der Fundación Sophia sind ein Vorzeige-Beispiel dafür, wie Umweltbildung schon für die Jüngsten in der Gesellschaft gelingen kann. Das Besondere dabei: Die Schulen erreichen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten sozialen Schichten –insbesondere Kinder, die in armen Familien aufwachsen, denn sie erhalten einen Schulplatz und können so von den wertvollen pädagogischen Ansätzen profitieren.

„Die Kinder in Montevideo haben mir auch von der Trinkwasserknappheit erzählt“, berichtet Becht. „Davon sind wir hier in Europa jetzt noch nicht betroffen. Aber ich glaube, dass uns der Schutz des Amazonas alle angeht. Auch dafür macht sich Adveniat stark – die grüne Lunge unserer Erde zu schützen, damit wir alle weiter saubere Luft zum Atmen haben.“ (adv/kna)

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Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas

Der weltweite Hunger nach Rohstoffen, Holz und Fleisch zerstört die Lebengrundlage der indigenen Völker am Amazonas und erstickt die Lunge der Welt. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort unterstützt Adveniat indigene Gemeinschaften dabei, ihre Rechte zu schützen und den zerstörerischen Eingriffen von Konzernen und Regierungen entgegenzuwirken. Die indigenen Völker leben im Einklang mit der Natur und sind damit die wahren Umweltschützer und Klimaretter. Unter dem Leitwort „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ ruft Adveniat dazu auf, sich an die Seite der Menschen zu stellen, die für die Bewahrung des Amazonas als gemeinsames Haus und als globale Grundlage für zukünftige Generationen einstehen – oft unter Einsatz des eigenen Lebens.