
Reis und Rosenkranz: Beides brauchen die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Haiti – ganz gleich, ob sie in
den zerstörten Städten geblieben oder in unversehrte Provinzen geflüchtet sind.
Sie brauchen Lebensmittel und Medikamente, Unterkünfte und Prothesen. Hier unterstützt die Kirche die Maßnahmen von Hilfsorganisationen, des Staates und der Staatengemeinschaft und springt dort ein, wo Hilfe fehlt.
Die Menschen brauchen aber auch ihren Glauben, Raum für Trauer und Ängste, sie brauchen die kirchliche Gemeinschaft, die Halt und Zuversicht gibt. Hier sind Kirche und Seelsorge besonders gefragt.
„Diese Kernbotschaft habe ich aus Haiti mitgebracht:
‚Der Aufbau kann nur gelingen, wenn wir die Menschen wieder aufbauen.‘“
Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka
Jetzt weiß noch keiner, wie genau die Zukunft des ärmsten Landes Amerikas aussehen wird. Es mussein besseres Haiti werden – darin sind sich alle einig. Deshalb darf der langfristige Aufbau nicht allein als technische Großbaustelle angegangen werden. Die Menschen selbst müssen wieder aufgebaut werden, damit sie ihr Leben und ihre Zukunft in die Hand nehmen können. Hier ist die Kirche mit ihrem Blick auf den ganzen Menschen gefordert. Adveniat unterstützt die Kirche in Haiti mit ihrem vorhandenen und wirksamen Netz von Gemeinden, Einrichtungen und Schulen. Bitte helfen Sie mit, damit die Menschen beim Aufbau Haitis im Mittelpunkt stehen!
„Wir, die Überlebenden, haben aus dem Glauben heraus die Verantwortung, uns aufrecht zu halten, um unser Volk spirituell zu unterstützen und die menschliche Hoffnung zu stärken.“
Erzbischof Louis Kébreau, Vorsitzender der Haitianischen Bischofskonferenz
Aufruf von Prälat Bernd Klaschka
Die Menschen in Südamerika verknüpfen Glauben und Leben miteinander. Die Kirche bezieht Position für die Armen und Ausgeschlossenen. Priester geben ein glaubhaftes Zeugnis von der Botschaft des Evangeliums, der Liebe Gottes zu den Menschen. Der Priesterberuf birgt eine Fülle von Anforderungen. Priester feiern Gottesdienst und spenden Sakramente. Sie sind außerdem Ansprechpartner in wichtigen Lebensfragen. Sie teilen das Leben der Menschen, ihre Freude und Hoffnung, aber auch ihre Sorgen und Nöte. Organisatorisches Geschick und Flexibilität sind gefragt. Priester müssen eine Gemeinde leiten können und die Gläubigen zum Engagement ermutigen. Dies alles erfordert eine qualifizierte Ausbildung.
Paten spenden für Priesterausbildung
Doch die Priesterausbildung kostet Geld. Kirchensteuern gibt es in Lateinamerika nicht. Stattdessen lebt die Kirche von den Spenden der Gläubigen. In armen Regionen reicht die Kollekte kaum für den Lebensunterhalt des Priesters, geschweige denn für die Ausbildung des Nachwuchses. Hier setzt die Hilfe der Patenschaftsaktion an. Seit 1963 spenden Paten für die Priesterausbildung in Lateinamerika – mit dem Ziel, dem Mangel an Priestern in Lateinamerika entgegenzuwirken und Hilfe zu leisten beim Aufbau eigenständiger und unabhängiger Ortskirchen.
Deutsche Bistümer engagieren sich
Jedes deutsche Bistum hat eine Partnerschaft für ein oder mehrere südamerikanische Länder übernommen und fördert dort mit Hilfe von Patenschaften die Priesterausbildung. Je nach Bedürftigkeit werden die Studierenden mit 400 bis maximal 1.200 Euro im Jahr unterstützt. Die Ausbildungsförderung beschränkt sich auf den Zeitraum des Hauptstudiums, das insgesamt vier Jahre dauert.
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In der Region um Temuco und Osorno lebt ein Großteil der chilenischen Mapuche-Bevölkerung – ein indianisches Volk, das gegenüber den spanischen Kolonisatoren seine Unabhängigkeit bewahren konnte. Die heutigen Nachfahren der Mapuche kämpfen für den Erhalt ihrer eigenen Kultur und Sprache, ihrer Bräuche und Traditionen – unterstützt von der Kirche.
Die traditionellen Wertemuster der indianischen Gemeinden lösen sich zusehends auf, überliefertes Kultur- und Gedankengut geht verloren, die ehemals starken Gemeinschaften verlieren ihre Bindungskraft. Nachwachsende Generationen in Lateinamerika orientieren sich mehr und mehr am modernen Lebensstil der westlichen Welt.
Diese schwierige Entwicklung versucht die Kirche seit mehreren Jahren seelsorglich zu begleiten. Ein fünfköpfiges Team, dessen Leiter selbst Diakon und Mapuche ist, unterhält intensive Kontakte mit rund 450 Mapuche-Gemeinden. Fachlich unterstützt wird er von einem Priester und einem Völkerkundler. Sie bemühen sich zuvorderst um Beachtung und Anerkennung sowie Förderung der kulturellen Werte des Mapuche-Volkes.
Nicht zuletzt ist es der bereits mehrfach geleisteten Hilfe ADVENIATs zu verdanken, dass die Arbeit immer intensiver und auch professioneller geworden ist. Regelmäßige Besuche der Hilfsorganisation in Südamerika gehören ebenso zu den Aufgaben des Teams wie die Ausbildung und Begleitung von Gemeindeleitern, wozu spezielles Lehr- und Lernmaterial entwickelt wurde. Mit Hilfe des Teams entdecken die Mapuche ihre eigenen Feste und Rituale neu, lernen ihre religiösen und kulturellen Wurzeln wertschätzen und mit christlichen Glaubenstraditionen zu verbinden.
Nur einen geringen Teil der anfallenden Honorar- und Fahrtkosten können die Mapuche-Gemeinden in Eigenleistung finanzieren, da sie selbst die ärmste Gesellschaftsschicht in Chile darstellen. Daher wird das Projekt von drei Ordensgemeinschaften, dem Bistum und ADVENIAT gemeinsam unterstützt. Für drei Jahre beträgt die Projektsumme insgesamt 33.100 Euro. ADVENIAT beteiligt sich mit Spenden in Höhe von 10.000 Euro. Bitte helfen Sie mit! Denn wer seine Wurzeln verliert, verliert seine Identität.
Bischöfliche Aktion Adveniat
Kontonummer: 345
Bankleitzahl: 360 602 95
Bank im Bistum Essen eG
Für Spenden aus dem Ausland:
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DE09360602950066401030

Adveniat hat die Leitlinien zur Selbst- verpflichtung Spenden sammelnder Organisationen als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Adveniat hat alle dazu erforderlichen Angaben nach eigenem Bekunden richtig und vollständig gemacht und belegt.
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