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Chile. In der Region um Temuco und Osorno lebt ein Großteil der chilenischen Mapuche-Bevölkerung – ein indianisches Volk, das gegenüber den spanischen Kolonisatoren seine Unabhängigkeit bewahren konnte. Das Siedlungsgebiet der Mapuche erstreckte sich vom Río Choapa im mittleren Norden Chiles bis zur Insel Chiloé und hatte eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1.600 Kilometern. Die heutigen Nachfahren der Mapuche kämpfen für den Erhalt ihrer eigenen Kultur und Sprache, ihrer Bräuche und Traditionen – unterstützt von der Kirche. In der Sprache der Mapuche, dem Mapudungun, bedeutet Mapu Erde und Che Mensch. Demnach nennen sich die Mapuche selbst „Menschen der Erde“. Die innige Verbundenheit zur Erde, die als Mutter verehrt wird, drückt sich beispielsweise darin aus, dass in den ursprünglichen in-dianischen Behausungen der Fußboden fehlt. Nichts soll die Mapuche von Mutter Erde trennen.
Doch die traditionellen Wertemuster der indianischen Gemeinden lösen sich zusehends auf, überliefertes Kultur- und Gedankengut geht verloren, die ehemals starken Gemeinschaften verlieren ihre Bindungskraft. Nachwachsende Generationen orientieren sich mehr und mehr am modernen Lebensstil der westlichen Welt.
Diese schwierige Entwicklung versucht die Kirche seit mehreren Jahren seelsorglich zu begleiten. Ein fünfköpfiges Team, dessen Leiter selbst Diakon und Mapuche ist, unterhält intensive Kontakte mit rund 450 Mapuche-Gemeinden. Fachlich unterstützt wird er von einem Priester und einem Völkerkundler. Sie bemühen sich zuvorderst um Beachtung und Anerkennung sowie För-derung der kulturellen Werte des Mapuche-Volkes.
Nicht zuletzt ist es der bereits mehrfach geleisteten Hilfe ADVENIATs zu verdanken, dass die Arbeit immer intensiver und auch professioneller geworden ist. Regelmäßige Besuche vor Ort gehören ebenso zu den Aufgaben des Teams wie die Ausbildung und Begleitung von Gemeindeleitern, wozu spezielles Lehr- und Lernmaterial entwickelt wurde. Mit Hilfe des Teams entdecken die Mapuche ihre eigenen Feste und Rituale neu, lernen ihre religiösen und kulturellen Wurzeln wertschätzen und mit christlichen Glaubenstraditionen zu verbinden. Darüber hinaus beteiligen sich die Mitarbeiter auch an Seminaren und Workshops auf nationaler und internationaler Ebene.
Nur einen geringen Teil der anfallenden Honorar- und Fahrtkosten können die Mapuche-Gemeinden in Eigenleistung finanzieren, da sie selbst die ärmste Gesellschaftsschicht in Chile darstellen. Daher wird das Projekt von drei Ordensgemeinschaften, dem Bistum und ADVENIAT gemeinsam unterstützt. Für 3 Jahre beträgt die Projektsumme insgesamt 33.100 Euro. ADVENIAT beteiligt sich mit 10.000 Euro. Bitte helfen Sie mit! Denn wer seine Wurzeln verliert, verliert seine Identität.
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Mapuche CHILE
oder
Spendenkonto 345
Bank im Bistum Essen
BLZ 360 602 95
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