
San Salvador. Das Parlament von El Salavdor hat mit großer Mehrheit dem Antrag einer Kircheninitiative zugestimmt, künftig einen nationalen Gedenktag für den 1980 ermordeten Erzbischof Oscar Romero einzurichten. Der Gedenktag werde immer am 24. März stattfinden, heißt es in Medienberichten. An diesem Tag wurde Romero 1980 während eines Gottesdienstes ermordet.
Spiritueller Kopf
Von 2008 bis 2010 war Bischof Dr. Felix Genn Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat. Am 6. März wurde er 60 Jahre alt.
Felix Genn, der früher einmal Christliche Spiritualität lehrte, ist ein durch und durch geistlicher Mensch. Er entfaltet schnörkellos Gedankenstränge aus dem Kopf. Am Samstag wurde der Münsteraner Bischof, der auch für ein sagenhaftes Personengedächtnis bekannt ist, 60 Jahre alt.
Der emeritierte Weihbischof im Bistum Essen, Franz Grave, hat das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers würdigte ihn bei der Verleihung in Düsseldorf als „begnadeten Vermittler“.
Am 4. März 2010 hat Adveniat eine Email aus Chile erreicht. Riccardo Ezzati, Erzbischof von Concepción, berichtet von den Schäden in seiner Diözese. Die Hälfte der Kirchen seien zerstört und auch in seiner Region musste das Militär gegen Plünderer vorgehen.
Die Katastrophenhilfe in Chile ist unter der Koordination der Caritas Santiago angelaufen. Zusammen mit dem Roten Kreuz und staatlichen Stellen werden Nahrungsmittel in den Süden des Landes gebracht und verteilt. Dies berichtete Cristian Precht, der Bischofsvikar der Erzdiözese Santiago, heute (4.3.) im Gespräch mit Adveniat. Nach ersten Analysen der Schäden seien einige der Städte und Diözesen in Südchile zu 80 bis 100 Prozent zerstört. Insbesondere die Stadt Concepción sei hart getroffen, genauso wie die ländlichen Regionen der Diözesen Rancagua, Talca, Linares, Chillán, Los Ángeles und Temuco.
„Mädchen, ich sage dir: Steh auf!“ Diese Worte stammen aus dem Matthäusevangelium (9,1-8). Jesus sagt sie zur soeben verstorbenen Tochter des Jairus: Schüler und Schülerinnen der St. Ansgar-Schule haben diese Worte von einer anderen Seite kennen gelernt. In Buenos Aires gibt es nämlich ein Pastoralteam innerhalb des Jugend- und Exerzitienhauses „Casa Nazaret“, das diesen Namen trägt.
Bogota. Erzbischof Alberto Giraldo Jaramillo soll im blutigen Bandenkrieg in Medellín vermitteln. Der Oberhirte der zweitgrößten kolumbianischen Stadt gehört zu einer Gruppe von Vertretern der Zivilgesellschaft, die sich zu einer „Kommission für das Leben" zusammengeschlossen haben. Im vergangenen Jahr hat sich die Mordrate in Medellín nahezu verdoppelt.
Vor 30 Jahren, am 31. Januar 1980, sterben 39 friedliche Demonstranten vor der spanischen Botschaft in Guatemala-Stadt in einem von Sicherheitskräften und Polizeieinheiten verübten Massaker. Die protestierenden Campesinos, Arbeiter und Studenten, alle Quiché-Indianer, wollten die Weltöffentlichkeit durch die in friedlicher Absicht initiierte Besetzung der spanischen Botschaft auf die Unterdrückung und das Leid der Indígenas in Guatemala aufmerksam machen.
Vor 445 Jahren, am 22. Januar 1565, verstarb Don Vasco de Quiroga
Heute vor 445 Jahren, am 22. Januar 1565, verstarb Don Vasco de Quiroga, erster Bischof von Michoacán (im heutigen Mexiko) und Freund, Fürsprecher und Verteidiger der indigenen Völker Neu-Spaniens.
Adveniat ist heute mit einer Urkunde für den dritten Platz beim Fotografiewettbewerb 'obs-award' der dpa-Tochter news aktuell in der Kategorie NGO ausgezeichnet worden.
Interview mit Jaime Prieto Amaya, Bischof des kolumbianischen Bistums Cúcuta
Die diplomatische Krise zwischen Kolumbien und Venezuela dauert seit Wochen an. Venezuela fühlt sich bedroht, Kolumbien besteht auf seiner Unabhängigkeit. Beide Seiten haben die Präsenz von Militäreinheiten an der Grenze verstärkt.
Blickpunkt Lateinamerika sprach mit dem Bischof Jaime Prieto Amaya, dem Oberhirten des kolumbianischen Bistums Cúcuta an der venezolanischen Grenze, über die Eskalation in den vergangenen Wochen.
Im Alter von 87 Jahren verstarb am Ersten Weihnachtsfeiertag der Franziskanerpater Waldemar Lutz, der als Wilhelm Josef Lutz in Eltmann geboren wurde und über 50 Jahre in Bolivien (Südamerika) wirkte.
Pater Waldemar Lutz war von 1973 bis 1993 Projektpartner von Adveniat.
Einen ausführlichen Artikel über sein Leben, seine Arbeit und seine Beweggründe Priester in Lateinamerika zu sein, finden Sie auf infranken.de
Die katholische Kirche von El Salvador fordert konkrete Schritte gegen die globale Erderwärmung: „Unsere Position in diese Frage ist eindeutig", sagte Erzbischof José Luis Escobar der Tageszeitung "Ecodiario". Der Oberhirte der Hauptstadtdiözese San Salvador fordete ein schnelles Eingreifen der Politik: „Es sind dringend politische Maßnahmen nötig, um diese Zerstörung, die wir unserem Planeten zumuten, zu beenden."
Frauen des KDFB Mayen erhalten Adveniat-Ehrentafel
Rund 200.000 Euro für benachteiligte Frauen in Lateinamerika
Kaum zwei Wochen im Amt, empfing Matthias Veit, Pfarrer von Herz Jesu in Mayen, bereits hohen und zahlreichen Besuch. Dompropst Werner Rössel war gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Essener Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Prälat Bernd Klaschka, in die Clemenskirche gekommen, um den 160 Mitgliederinnen des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Mayen einen Preis für ihr Engagement zugunsten von Frauen in Lateinamerika zu verleihen.
Die Adveniat-Aktion 2009 wurde am ersten Adventssonntag im Erzbistum Bamberg eröffnet. Die Erzdiözese Bamberg pflegt seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der Kirche in Haiti, besonders im Rahmen der Priesterausbildung. Der Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen Spendenaktion von Adveniat stand unter dem Motto „Den Armen eine gute Nachricht“.Der Pontifikalgottesdienst am Sonntagmorgen war nur ein Teil der Eröffnung für die Adveniat-Aktion 2009. Das Bistum Bamberg, Gastgeber für das Eröffnungswochenende, hat zusammen mit Adveniat einen Lateinamerikatag veranstaltet.
Öffentlicher Druck für Finanztransaktionssteuer wächst
Online-Bundestagspetition geht in Endspurt
Mehr als 18.500 Unterzeichner hat die Online-Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in nur zwei Wochen gefunden, hinzu kommen etwa 5000 Unterschriften per Brief und Fax. Damit steht die Petition des Kampagnenbündnisses "Steuer gegen Armut" an der Spitze aller zurzeit laufenden Bundestagspetitionen im Internet.
Adveniat, Essener Entsorgungsbetriebe und TRIMET starten SammelaktionEine Gemeinschaftsaktion zur Unterstützung benachteiligter Menschen in Lateinamerika haben das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat, die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) und der Aluminium-Entsorger TRIMET am Mittwoch, 25. November 2009, gestartet. In Essener Kirchengemeinden wird unter dem Motto „Lichter für Lateinamerika“ Aluminium gesammelt. Der Erlös hilft armen Menschen wie etwa den Müllsammlern im brasilianischen Campinas, die dort mit Hilfe von Ordensschwestern eine kleine Kooperative gegründet haben.
Mit lilafarbener Schürze über ihrer Kleidung steht Maria García vor einem der hüfthohen, silbernen Wachsbehälter. In der Hand hält sie einen Metallhaken, an dem acht gelbe Kerzen hängen. Noch sind sie nicht dick genug und müssen deshalb ein weiteres Tauchbad im flüssigen Wachs nehmen. Im rustikalen Kerzenziehhaus sind eine Handvoll ehreamtliche Mitarbeiter, ziehen Kerzen und schwenken diese dann langsam durch die Luft, damit die Wachschicht trocknet. Sie erklären auch Besuchern, wie sie Kerzen ziehen können.
Am Montagabend hat der Verein „Adveniat-Kerzenziehhaus e.V.“ das rustikale Häuschen auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz offiziell eröffnet. Mit dabei: Dr. Werner Thönnes, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators und Prälat Bernd Klaschka, Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat.
Freiburg. Die im „Katholischen Arbeitskreis Not- und Katastrophenhilfe“ (KANK) zusammengeschlossenen Hilfswerke und Organisationen fordern im Vorfeld des am 7. Dezember in Kopenhagen beginnenden UN-Klimagipfels deutlich stärkere Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase. Hier seien vor allem die Industriestaaten gefordert. Diese müssten zudem vom Klimawandel besonders betroffene Menschen und Länder finanziell unterstützen.
Die Adveniat-Aktion 2009 mit den Themen Armut und Haiti in der Domradio weltweit-Sendung
Selber Kerzen ziehen, informieren und Gutes tun.
Zur feierlichen Eröffnung am Montag, den 23. November 2009 um 17.00 Uhr auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz mit Prälat Dr. Thönnes, weiteren Gästen und dem Adveniat-Chor laden wir herzlich ein!
Brasilien. Der Conselho Indigenista Missionário (CIMI) hat am Samstag (14.11.) den Victor-Gollancz-Preis der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erhalten. CIMI ist die bedeutendste Organisation zur Unterstützung der indianischen Völker Brasiliens. Insbesondere beim Schutz der Territorien gegen wirtschaftliche und politische Interessen, die meist fatale Konsequenzen für die Urbevölkerung mit sich bringen, setzt sich CIMI ein. Der Indiandermissionsrat wurde von der katholischen Bischofskonferenz gegeründet und wird seit vielen Jahren von Adveniat unterstützt.
Das Kampagnenbündnis ‚Steuer gegen Armut’ fordert die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zur Bekämpfung von Armut. Ausgangspunkt der Kampagne ist der Wunsch, dass auch der Finanzsektor nachhaltig und dauerhaft dazu beiträgt, die Folgen der Krisen zu bewältigen, die durch ihn verursacht wurden. Zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses zählen neben der Bischöflichen Aktion Adveniat auch Attac, Justitia et Pax, Misereor, Missio, DGB und Oxfam. Das Bündnis hofft auf 50.000 Unterschriften bis Anfang Dezember, damit eine öffentliche Anhörung gewährleistet wird.
Mexiko. Die Arbeit des Migrantenheims Belén, Posada del Migrante in Saltillo wurde am Donnerstag (12.11.) mit der "Reconocimiento Pedro Arrupe, S.J. 2009" gewürdigt. Die Universidad Jesuita de Guadalajara (ITESO) verlieh die Auszeichnung an Priester Pedro Pantoja Arreoja stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Heims. Seit vier Jahren arbeiten die Universität und ihre Studenten und die Posada del Migrante zusammen an sozialen Projekten und der Weiterentwicklung ehrenamtlicher Tätigkeit.
Der renommierte Journalist und langjährige Adveniat-Fotograf Rolf Bauerdick hat unter dem Titel "Wie die Madonna auf den Mond kam" seinen ersten Roman veröffentlicht. Das Buch ist einer der Überraschungserfolge der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr gewesen. Die Lizenzen für die Übersetzungen in mehrere Länder waren bereits verkauft, bevor das Buch produziert war.
Die Bischöfe El Salvadors sind zur Zeit in Israel. Sie haben ein Kommuniqúe zu den Folgen und im Gedenken an die Opfer veröffentlicht.
Das Kommunique im spanischen Original können Sie sich hier anschauen:
Depresión IDA (PDF-Dokument)
Essen. Dr. Franz-Josef Overbeck ist zum neuen Bischof von Essen ernannt worden.
Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka gratuliert im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr herzlich und wünscht ihm Gottes Segen für sein neues Wirkungsfeld. Denn Adveniat hat schon immer einen besonderen Bezug zum Ruhrbistum Essen. Seit ihrer Gründung hat die Aktion den Sitz in Essen. Adveniat ist sowohl in der Bistumsleitung als auch in der kirchlichen Basis von Essen tief verankert, wie der Weihbischof von Essen Franz Vorrath bei einem Besuch sagte.
Rund 25 soziale Verbände und Organisationen haben nach einem Medienbericht in El Salavdor zu einem Protestmarsch für den kommenden Donnerstag aufgerufen, um Staatspräsident Mauricio Funes an die im Zusammengang mit der Ermordung des salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) gemachten Forderungen der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu erinnern.
Die Bischöfe Perus haben eine Erklärung zum Schutz des Lebens abgegeben. Sie reagierten damit auf die öffentliche Diskussion zur Entkriminalisierung von Abtreibung.
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Essen. Jeden Mittwoch um halb zwei hält elf Adveniat-Mitarbeiter nichts mehr an ihrem Schreibtisch. Dann kommen sie in der Geschäftsstelle aus fünf Etagen zusammen. Nicht zur Konferenz und nicht zur Mittagspause, sondern: zum Singen. Aus einer spontanen Idee und ohne große Ziele fanden sich die sangesfreudigen Mitarbeiter vor zehn Jahren zum Adveniat-Chor zusammen. Heute feierten sie in der Adveniat-Hauskapelle ihr 10-jähriges Bestehen.
Adveniat und Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) unterstützen brasilianische Recyclinginitiative.
Essen. „Sauber macht lustig“ – unter diesem Motto stand ein Aktionstag der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), dessen Erlös für ein Adveniat-Projekt in Brasilien bestimmt ist.
Auch in diesem Jahr laden wir ehrenamtliche Helfer und Helferinnen und an unserer Arbeit Interessierte zu einem Treffen am 16. und 17. Oktober 2009 nach Essen ein.
Human Development Report (HDR) für 2009 erschienen.
Haiti ist das mit Abstand am wenigsten entwickelte Land Lateinamerikas und der Karibik.
Der neue „Bericht über die menschliche Entwicklung“ (Human Development Report – HDR) befasst sich mit der Frage, wie eine bessere Migrationspolitik die menschliche Entwicklung stärken kann. Das Dokument, das vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) herausgegeben wurde, wirft dabei auch ein neues Licht auf bisherige Annahmen über Migration.
Heute jährt sich zum zwanzigsten Mal der Todestag des am 2. 10. in Arauca ermordeten kolumbianischen Bischofs Jesús Emilio Jaramillo. Für die Ermordung Jaramillos macht die kolumbianische Regierung einen der führenden Köpfe der Nationalen Befreiungsorganisation ELN verantwortlich: Martín Guarín. Er konnte im Jahr 2008 gefasst werden.Mit Danilo Cardozo Ossa stirbt in der Stadt Villavicencio in einem Zeitraum von sechs Jahren nun bereits der dritte Priester eines gewaltsamen Todes. Ein Ende der Gewalt scheint nicht in Sicht.
Adveniat unterstützt die Kirche in Kolumbien bei ihrem Einsatz für Gerechtigkeit und hofft mit unseren Partnern auf den langersehnten Frieden in einem der längst andauernden Konflikte der Welt.
Bamberg. Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat gestern in Bamberg das Motto und die Materialien seiner diesjährigen Weihnachtsaktion vorgestellt. Unter dem Leitwort „Den Armen eine gute Nachricht!“ rückt Adveniat das Thema Armut in den Mittelpunkt seiner bundesweiten Kampagne. Am Beispiel Haitis, ärmstes Land in Lateinamerika, will die Aktion den Blick auf die vergessenen Weltregionen lenken, die besonders unter der derzeitigen Krise zu leiden haben. Gemeinsam mit den Gästen aus Haiti will das Hilfswerk Wege aus der Armut aufzeigen und Zeichen der Hoffnung und Solidarität setzen. Eröffnet wird die „Aktion Adveniat 2009“ am 29. November im Bamberger Dom.
Puebla. Wegen einer Hungersnot hat Guatemalas Präsident Alvaro Colom am Mittwoch den Notstand über das mittelamerikanische Land verhängt. Eigentlich ist im Sommer Regenzeit, doch seit Wochen fällt kaum Niederschlag. Mais und Bohnen vertrocknen; rund 400.000 Menschen drohen zu verhungern. Der Klimawandel sei ein Grund für die anhaltende Dürre und die Hungersnot, erklärte Colom. Bislang verhungerten dem Gesundheitsministerium zufolge 462 Menschen, darunter 54 Kinder. Akut betroffen sind demnach 54.000 Familien, insbesondere in ländlichen Gemeinden, in denen die indigene Bevölkerung vom Anbau von Mais und Bohnen für den Eigenbedarf lebt.
Bonn (KNA)
Deutschland hat Bolivien bis 2010 rund 62 Millionen Euro Entwicklungshilfegelder für Umweltschutz, Wasserversorgung und den Ausbau des Justizwesens zugesagt. Wie das Entwicklungsministerium am Dienstag in Bonn mitteilte, zählen die schlechte Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserentsorgung zu den größten Entwicklungsproblemen Boliviens. Knapp ein Viertel der Bevölkerung des Landes hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, über vier Millionen Einwohner haben keinen Zugang zu Abwasserdienstleistungen.
Lima (KNA) Die Überreste von 92 Zivilisten sind am Wochenende in den peruanischen Anden beigesetzt worden. Die Landbewohner, darunter Frauen und Kinder, waren 1984 in der Nähe von Putis von Soldaten ermordet worden. Die Frauen waren vorher sexuelll missbraucht worden. Erst vor einem Jahr waren die Körper gefunden worden; nur 28 konnten identifiziert werden. Insgesamt waren damals über 120 Menschen umgebracht worden.
Auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen in Honduras am 29. November haben nach honduranischen Medienberichten Teile der Opposition Bischof Luis Alfonso Santos als möglichen Kandidaten ins Gespräch gebracht. Der Bischof der Diözese Copan gilt als Kritiker des Staatsstreiches in dem mittelamerikanischen Land von vor einigen Wochen.Die honduranische Opposition präsentiert sich allerdings gespalten:Während ein Lager die bedingungslose Wiedereinsetzung des entmachteten Präsidenten Manuel Zelaya fordert, wollen andere Oppositionspolitiker einen Kandidaten finden, der das zerstrittene Land wieder einen soll.
Der Umgang mit der Nahrungsmittelkrise, die große Teile der Bevölkerung in den trockenen Gebieten des Landes betrifft, empört die Bischofskonferenz von Guatemala (CEG). Sie will nun Hilfe für die ländliche Bevölkerung einfordern, und besteht auf einem Erneuern der Gesetze, um die ländliche Bevölkerung mehr einzubinden.
Kolumbien wird von einem grausamen Mordanschlag auf eine indigene Familie in Gran Rosario im Grenzgebiet zu Ecuador erschüttert, bei dem am Mittwoch zwölf Menschen, darunter vier Kinder erschossen worden waren.Die nationale Indio-Organisation ONIC machte in einer ersten Reaktion die Armee für das grausame Massaker an den Angehörigen der Awaverantwortlich. Allerdings gibt es noch nicht genügend Informationen über die Hintergründe und möglich Auftraggeber. Zudem seien Art und Weise des Mordanschlages nicht vergleichbar mit anderen Vorfällen dieser Art in der Vergangenheit.
Heute vor 15 Jahren wurde der Montfortaner Pater Jean-Marie Vincent SMM (Societas Mariae Montfortana) in Port-au-Prince ermordet.
Vincent war besonders aufgrund seines Einsatzes gegen die Armut der Landbevölkerung bekannt. Als Reaktion auf das Massaker vom 23. Juli 1987 in Jean Rabel, bei dem 255 Menschen ums Leben gekommen waren, gründete Pater Vincent die christlich inspirierte, von Bauern organisierte Bewegung „Mete Tèt Ansanm“ (kreol. „Steckt die Köpfe zusammen!“).
Puebla. In Argentinien ist zwischen Kirche und Regierung eine Kontroverse um die Zahl der Armen entbrannt. Auslöser war eine Studie der Katholischen Universität (UCA), wonach 44 Prozent der Haushalte nicht genügend verdienen, um die Ausgaben für Essen, Gesundheit, Kleidung und Dienstleistungen wie Strom und Wasser zu bezahlen. Nach offiziellen Statistiken befinden sich nur 10 Prozent der Haushalte unter der Armutsgrenze. In Argentinien leben 37 Millionen Menschen.
Die Kirche in Lateinamerika hat den Beginn der Kontinentalen Mission vor einem Jahr gefeiert: Am Sonntag, dem 17. August 2008, fand im Stadion von Quito die Abschlussfeier des 3.Amerikanischen Missionskongress (CAM – Congreso Americano Misionero) und des 8. Lateinamerikanischen Kongress der Mission (COMLA – Congreso Latinoamericano de las Misiones), statt. An der fünf Tage dauernden Veranstaltung hatten seit dem 12. August 3.100 Personen teilgenommen. Sie lief unter dem Motto „Amerika mit Christus. Höre, lerne und verkünde“.
Mit einer diplomatischen Offensive wollen die Bischöfe aus Kolumbien, Ecuador und Venezuela einen aktiven Beitrag leisten, um die aktuelle politische Krise zwischen den drei Nachbarstaaten lösen. Der Generalsekretär der kolumbianischen Bischofskonferenz (CEC), Weihbischof Juan Vicente Cordoba, sagte dem kolumbianischen TV-Sender Caracol am Sonntag (Ortszeit), dass das Ziel des Treffens ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen den drei Präsidenten der nationalen Bischofskonferenzen sei.
Der Tod eines 24-jährigen Mapuche-Indígenas bei Zusammenstößen mit der Polizei ist bei den Verantwortlichen der Indianerpastoral in Chile auf scharfe Kritik gestoßen. Die Situation, die zum Tod des jungen Aktivisten geführt habe, hätte leicht verhindert werden können, wenn die Behörden auf das Dialogangebot der Indianervertreter eingegangen wären, heißt es in einem Kommunique der Kommission für Mapuche-Pastoral der katholischen Kirche. „Wir verurteilen die unangemessene Gewalt, mit denen die Polizei in den so genannten Konfliktgebieten vorgeht.
- Im Schatten von H1N1 lauern noch viel gefährlichere Krankheiten
Puebla. In Peru sind die ersten Angehörigen indigener Bevölkerungsgruppen an der Schweinegrippe erkrankt. Wie ein Funktionär der peruanischen Gesundheitsbehörden in Cusco mitteilte, handelt es sich um sieben Indigenas der Gruppe Matsigenka im Amazonasgebiet.
Die Schweinegrippen-Epidemie brachte die Defizite der Gesundheitsfürsorge in Lateinamerika ans Tageslicht, wo Millionen von Menschen unter unhygienischen Bedingungen leben und keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben.
Im Schatten der Schweinegrippe stehen noch viel gefährlichere Krankheiten wie Dengue, Chagas, Gelbfieber und Malaria.
Bendikt spreche allen Bewohnern des Landes einen besonderen apostolischen Segen aus, heißt es in einem von Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone unterzeichneten Telegramm.
In Bolivien sind zwei Priester mit kolumbianischer Staatsbürgerschaft bei einem Fährunglück ertrunken. In El Salvador wurde die Leiche eines 56-Jahre alten Priesters gefunden.
Die Gewerkschaft der Metallarbeiter der Firma Doe Run hat in einer öffentlichen Anzeige vom 2. August dazu aufgerufen, den Adveniat-Projektpartner und Erzbischof von Huancayo, Pedro Barreto SJ, als „Feind der Arbeiter“ zu bekämpfen und dabei „bis zum Äussersten zu gehen“. Bereits Ende Juni hatten die Metallarbeiter im Hof des Betriebes einen Sarg mit dem Namen von Erzbischof Barreto verbrannt. Im Sekretariat des Erzbistums ging eine telefonische Morddrohung ein.
Die mexikanische Bischofskonferenz (CEM) hat die Drogenkartelle zu einem Ende der Gewalt im Lande aufgerufen und zugleich ihre Solidarität mit den Opfern der jüngsten Eskalation der Kämpfe im Bundesstatt Michoacan ausgedrückt. Anlaß des in dieser Woche veröffentlichten Schreibens war eine Polizeiaktion in Apatzingan.
Vor 30 Jahren, am 4. August 1979, starb der salvadorianische Priester und Adveniat-Projektpartner Alirio Napoleón Macías. Wie knapp acht Monate später auch Erzbischof Óscar Romero, wurde er am Altar erschossen.
Die zentralamerikanischen Bischöfe erhöhen in der Frage der Einwanderungspolitik den Druck auf die Regierung der Vereinigten Staaten. Der Generalsekretär der guatemaltekischen Bischofskonferenz, Bischof Gonzalo de Villa y Vásquez, S.J., erklärte vor Journalisten am Sonntag in Guatemala-Stadt, die Bischöfe der Region hätten eine neue Initiative beschlossen, welche die Situation der Immigranten in den USA verbessern solle.
Dank moderner Verkehrsmittel und einer gehörigen Portion Einfallsreichtum haben die Organisatoren das wichtigste und traditionsreichste katholische Pilgerfest in Costa Rica gerettet. Weil die Gesundheitsbehörde in Absprache mit der Kirche wegen der befürchteten Ausbreitung der Schweinegrippe zum ersten Mal seit 227 Jahren die Wallfahrt zur Schutzheiligen "La Negrita" abgesagt hatte, kam die Heiligenfigur diesmal per Pick-up und Helikopter zu den Pilgern.
Am kommenden Samstag feiert die nationale Kommission für Indianerpastoral (ENDEPA) in Buenos Aires ihr 25-jähriges Bestehen. „Auch wenn unsere Arbeit von stetigen Zweifeln und Schwächen begleitet war, so möchten wir an diesem Tag an die Errungenschaften erinnern, derer wir Zeuge sein durften. Die indigenen Völker haben sich erhoben, sie bekennen sich zu ihrer Identität und fordern ihre Rechte ein“, so die ENDEPA-Leitung.
Die US-Küstenwache hat die Suche nach den knapp 70 Vermissten des am vergangenen Sonntag gekenterten Flüchtlingsbootes eingestellt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die vermissten Flüchtlinge nicht mehr lebten, so ein Sprecher der Küstenwache.
Der Bischof von Saltillo (Nordmexiko), Raúl Vera López, hat davor gewarnt, dass der mexikanische Staat den Kampf gegen die Drogenkartelle zu verlieren drohe. Der Geistliche forderte die Regierung dazu auf, dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Gelder aus dem Drogenhandel beschlagnahmt würden. Außerdem sei es dringend erforderlich, die mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehenden Politiker unverzüglich ihres Amtes zu entheben.
Was die meisten Europäer nur aus TV-Krimis kennen, ist für Jugendliche in Brasilien grausame Realität: für fast die Hälfte aller Todesfälle im Jugendalter ist Mord die Ursache.
Sie haben es geschafft. Nach drei Jahren haben Nuria Peña Real und Jaqueline Afonso Oliveira ihre Ausbildung zur Kauffrau der Bürokommunikation in der Adveniat-Geschäftsstelle in Essen abgeschlossen.
In Costa Roca wird zum ersten Mal seit 227 Jahren das wichigste und traditionsreichste katholische Pilgerfest des Landes ausfallen: Am Mittwoch (Ortszeit) kündigten Kirchenvertreter und Sprecher der Gesundheitsbehörde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Absage der Wallfahrt zur Schutzheiligen "La Negrita" an.
Havanna (KNA) Der mutmaßliche Mörder des auf Kuba getöteten spanischen Priesters Mariano Arroyo Merino ist offenbar gefasst. Sicherheitskräfte hätten einen dringend Tatverdächtigten verhaftet, bestätigte Kardinal Jaime Ortega in Havanna.
Die katholische Kirche in Kolumbien hat ihre Bemühungen zur Freilassung von rund 23 Geiseln im Lande verstärkt. Kardinal Pedro Rubiano Saenz und der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz (CEC), Erzbischof Ruben Salazar, trafen am Dienstag (Ortszeit) mit Oppositionspolitikerin Piedad Cordoba zusammen, um Schritte für ein gemeinsames Vorgehen auszuloten.
Welche Bedeutung messen Sie „Caritas in Veritate“ zu?
Adveniat freut sich über die neue Enzyklika „Caritas in Veritate“. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zu den drängenden gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Der Papst erörtert das gesamte Spektrum der aktuellen Probleme – wie globale Gerechtigkeit, Entwicklungszusammenarbeit oder Wahrung der Schöpfung – und bezieht dabei die Krise der globalisierten Weltwirtschaft mit ein.
Immer wieder fahren Länderreferenten und andere Verantwortliche von Adveniat nach Lateinamerika, um sich vor Ort zu informieren. Einige von ihnen schreiben im Blog über ihre Reiseerfahrungen und die aktuelle Situation im Land.